Der Präsident des International Rugby Board (iRB), Bernard Lapasset, freut sich ganz besonders über den Erfolg des iRB Women's Sevens Challenge Cup in dieser Saison und unterstreicht damit die Marschroute des iRB, das Frauen 7er-Rugby weiterhin stärker zu fördern.
“Die iRB Women´s Sevens Challenge Cup Wettkämpfe in Dubai, Hong Kong und London haben die bedeutenden Schritte bestätigt, die das Frauen 7er-Rugby gemacht hat, seit es eine Olympische Disziplin geworden ist,” erklärte Lapasset nach dem Marriott London Sevens Event am vergangenen Wochenende.
“Es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass das Frauen 7er-Rugby sich immer stärker und besser entwickelt. Die hochwertigen Spiele während des Londoner Turniers vor rekordverdächtigen Zuschauerzahlen und die globale Medienaufmerksamkeit des Events zeigen doch deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dafür zu sorgen, dass die Frauen 7er-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio allerhöchste Qualität haben werden. Wir werden im Rahmen des iRB Women's Rugby Plan dafür Sorge tragen, dass es eine iRB Women's Sevens Series geben wird und beraten und unterstützen unsere Verbände so, dass sie ihre Konzepte zur Föderung des Hochleistungssports im Frauenrugby stärken und damit ihre Olympiachancen möglichst hoch halten.”
Der dritte Event des iRB Women’s Sevens Challenge Cup der Saison 2011/12 in London gipfelte in einem Sieg der Gastgeberinnen aus England, die sich damit zwei von drei Turniersiege sicherten und sich so an Kanada, den Siegerinnen aus Dubai, vorbei auf das höchste Siegerpodest stellten konnten.
Der großartige Erfolg der Niederländerinnen, die sich in den Qualifikationsspielen gegen die Favoritinnen aus Kanada und Australien durchsetzen konnten, und erst im Finale gegen England Federn lassen mussten, überzeugt auf ganzer Linie. Die Hoffnung ist groß, dass das Förderprogramm der Niederlande auch in anderen Ländern als Vorbild für die Entwicklung von Spitzenathletinnen dient und genutzt wird. Auch die Entwicklung der Mannschaften aus Brasilien, China und Spanien zeigen, dass deren nationale Verbände gute Konzepte entwickelt haben, die von ihren jeweiligen Olympischen Kommitees mit unterstützt und gefördert werden.
“Das ist nur die Spitze des Eisberges," verrät Gareth Gilbert, Cheftrainer der Niederländerinnen. "Unser Programm und die sehr gute Zusammenarbeit mit dem NOC haben für diesen unglaublichen Leistungsschub der Spielerinnen und damit den Erfolg innerhalb der vergangenen 1,5 Jahren gesorgt. Viele unserer Spielerinnen haben sich beurlauben lassen oder ihre Jobs auf Eis gelegt, damit sie mehr trainieren und Rugby spielen können. Dies mit dem klaren Ziel, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Sie trainieren über 20 Stunden pro Woche, damit sie mit den großen Nationen mithalten können.”
Quelle: www.totalrugby.de
So knackig wie noch nie, so werden die Spiele am kommenden Wochenende in Amsterdam. Für das erste Vorbereitungsturnier auf die EM sind nominiert:
- Lisa Bohrmann (Aylesford Bulls)
- Jana Eisenbeiß (HRK)
- Steffi Gruber (RCR)
- Svetlana Hess (HRK)
- Dana Kleine-Grefe (ASV Köln)
- Dorothea Kleffner (RU Marburg)
- Lisa Kropp (HRK)
- Jenny Naruhn (RU Marburg)
- Julia Peters (HRK)
- Alysha Stone (HRK)
- Laryssa Stone (HRK)
- Seyma Ünlü (HRK)
Auf Abruf:
- Vivian Bahlmann (RK 03)
- Lisa Maral (HRK)
- Melissa Paul (ASV Köln)
- Rafica Schneider (Aylesford Bulls)
Die Spielerinnen treffen sich bereits zwei Tage vor dem Riesen-Event, um noch einmal zusammen zu trainieren. Tim Kasten und Raphael Pyrasch unterstützen das Team in der ersten Trainingseinheit am Mittwochvormittag bei den Freien Turnern in Kirchheim.
Quelle: www.totalrugby.de
Am 19./20. Mai testen die Deutschen 7er-Frauen bei den Amsterdam 7s in der niederländischen Hauptstadt. Die Turnierorganisation des Mega-Turniers hat jetzt den Spielplan veröffentlicht.
Der Zeitplan sieht einen Spätstart der Deutschen Rugby-Frauen bei den Amsterdam 7s vor. Das Team um Nationaltrainerin Susanne Wiedemann, die an diesem Wochenende als Hospitant bei den iRB 7s in London weilt, bestreitet seine erste Partie am Samstag erst um 15 Uhr gegen Gastgeber und Mitfavorit Niederlande. Die Holländerinnen haben nicht nur einen Kader, der sich ausschließlich aus Berufsspielern rekrutiert, sondern gehören längst zur absoluten Weltspitze auf dem 7s-Circuit der Frauen.
Der vermutlich schwerste Brocken in der Gruppenphase wartet auf unsere Olympiahoffnungen dann aber in Spiel zwei, dann geht es nämlich gegen den amtierenden Weltmeister Australien (17 Uhr). Das dritte und letzte Spiel der Gruppenphase bestreiten die DRV-Mädels bereits 1,5 Stunden später gegen die Mannschaft aus Schottland (18:30 Uhr). Die Schottinnen waren bisher noch nicht so aktiv im Frauen 7er-Rugby und sind daher schwerer einzuschätzen als die beiden Auftaktgegner.
Quelle: www.totalrugby.de
Im Mittelpunkt Werbekampagne der Amsterdam Sevens, einem der größten europäischen 7er-Turniere in Europa, stehen die Niederländischen 7er-Nationalspielerinnen. Reinklicken und Anschauen: Amsterdam Sevens
Quelle: www.totalrugby.de
Während die Spielerinnen des HRK am Samstag das Halbfinale gegen die SG Berlin austragen, trainieren die anderen Adler vormittags bereits zusammen. Nachmittags feuern alle Athletinnen im Halbfinale die beiden Teams an. Am Sonntag trainiert die gesamte Gruppe dann in zwei Trainingseinheiten bei den Freien Turnern in Kirchheim.
Am Wochenende geht es nach Hessen. Im idyllischen Marburg trainieren die Adler auf Einladung der Rugby Union Marburg, dem Heimatverein der Sportfördersoldatin Jenny Naruhn. Am Freitag und Samstag arbeiten die knapp 20 Spielerinnen im Spielsystem und bereiten sich auf die Testwettkämpfe am Sonntag gegen eine Jugend- und Männerauswahl vor.
Deutschland misst sich beim Hammerturnier in Amsterdam (19./20. Mai) mit dem amtierenden Weltmeister.
Wir hatten bereits berichtet, dass die Amsterdam Sevens in diesem Jahr ein echtes Kracherturnier sind. Gespielt wird dort zum ersten Mal ein Eliteturnier mit den antretenden Nationalmannschaften aus England, Kanada, Australien, den USA, Spanien, den Niederlanden, Süd Afrika, Frankreich, Deutschland, Wales, Irland und Schottland.
In Pool A starten auf der Topposition die Engländerinnen, Favoriten in Pool B sind die Kanadierinnen und als Favorit in Pool C werden die amtierenden Weltmeisterinnen aus Australien gesetzt.
Die Deutschen erwischen eine spannende Gruppe in Pool C. Dort treffen sie auf die Wallaroos, die Oranjes und die Newcomer aus Schottland. Eine spannende Herausforderung, die die Spielerinnen mit Ungeduld erwarten. "Ich hoffe, dass einer meiner größten Träume in Erfüllung geht und ich gegen Debbie Hodgkinson antreten darf. Das ist eine echte Motivationsspritze für das harte Training, die Vorbereitung und die Camps, die wir im Moment zusätzlich organisieren, damit wir auf unserer ersten Etappe in Amsterdam auf Augenhöhe mitspielen können," strahlt Svetlana Hess. "Ich will da unbedingt hin. Das steht ganz oben auf meiner Liste und dafür mache ich im Moment einfach alles. Und ich weiß, dass alle anderen, die das Programm durchlaufen, das auch tun. Das ist einfach klasse. "
Die Pools| Pool A | Pool B | Pool C |
|---|---|---|
| England | Kanada | Australien |
| USA | Spanien | Niederlande |
| Süd Afrika | Frankreich | Deutschland |
| Wales | Irland | Schottland |
In einem zweiten Turnier spielt ein zweites deutsches Team. Der Rugbyverband Baden-Württemberg (RBW) tritt mit einer Auswahl im kleineren Turnier an. Dort spielen u.a. auch die Teams aus der Schweiz und Finland. Als Favoriten werden hier die Wooden Spoons gehandelt, eine Auswahlmannschaft mit internationalen Spielerinnen, die vorrangig aus Großbritannien kommen.
Quelle: www.totalrugby.de
Seit 1972 findet das Turnier in Amsterdam statt, aber noch nie waren so viele Nationalmannschaften am Start wie in diesem Jahr. Im Frauenturnier sind es insgesamt 15 Teams, die ihre Landesfarben vertreten. Damit ist das Traditionsturnier zum absoluten Top-Turnier avanciert. Selbst die London Sevens sind nicht mit so vielen großen Teams gespickt. Das verspricht Frauen-Siebenerrugby vom Feinsten.
Für die deutsche 7er Frauenrugbynationalmannschaft ist das Turnier in der niederländischen Metropole das bisher einzige in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Weltmeister Australien ist in Amsterdam ebenso mit dabei wie die Mannschaften aus England, Spanien, den USA, Süd Afrika, Kanada, Spanien, Niederlande, Frankreich, Schottland, Irland und Wales. Auch die Schweiz und Finland sind mit dabei, spielen aber wahrscheinlich eine eher unbedeutende Rolle.
Quelle: www.totalrugby.deDas ist sicherlich ein ganz besonderer Rekord. Nach nur 5 Minuten und 23 Sekunden war der 7er Rugbykurs an der Ruhr Universität Bochum komplett ausgebucht. Kürzer als eine Halbzeit im 7er Rugby. Wenn das mal kein Erfolg ist.
Die Karten im internationalen Frauen 7er Rugby sind neu gemischt. Die Profis aus den Niederlanden verlieren gegen Russland und müssen sich mit einem enttäuschenden achten Platz zufrieden geben. Brasilien gewinnt das Bowlfinale gegen die Gastgeberinnen, Spanien krampft sich gegen die Chinesinnen auf Platz 6, und England enttrohnt Kanada im Halbfinale und schlägt Weltmeister Australien in einem historischen Rugbykrimi.
Damit hat wohl kaum jemand gerechnet. Nach Siegen in Amsterdam, Dubai und Las Vegas mussten die Favoritinnen aus Kanada gegen die Engländerinnen ordentlich Federn lassen (12:22). Australien rupfte die Eagles im anderen Halbfinale klar mit 33:0. In einem spektakulären Finale gegen die Wallaroos blieb es spannend bis zur allerletzten Sekunde. Nach neun Minuten stand es 10:10, die schottendichte Verteidiung beider Teams machte ein Punkten unmöglich. Erst kurz vor Schluss schaffte Michaela Staniford den Durchbruch, Fisher und Green sorgten für Raum und Jo Watmore nutzte den zum letzten und entscheidenden Versuch und Endstand 15:10 in Hongkong. Glückwunsch nach England.
Nach dem gelungenen Start ins internationale Sportjahr 2012 schwingen die Adler wieder die Flügel. Am kommenden Wochenende trainieren die Spielerinnen der german women´s 7s rugby academy mit der Équipe Tricolore und der Schweizer Nationalmannschaft in Luzern. Die Trainingseinheiten werden mit zwei Turnieren zwischen den Mannschaften abgeschlossen. "Wir haben dieses Jahr so viel vor, können so viel erreichen und freuen uns, dass wir mit der academy die Möglichkeit haben, international viel Erfahrung zu sammeln und uns jetzt mit den direkten Konkurrenten um die europäischen Spitzenplätze zu messen. Ich bin gespannt, wie stark die Schweizerinnen sind und vor allem, wo wir im Vergleich mit den Französinnen stehen", so Svetlana Hess, Spielerin der Adler Sevens und der deutschen 7er Frauenrugbynationalmannschaft. "Dieses Jahr geht es echt um die Wurst, wir hatten noch nie die Chance, uns für die höchsten und besten Spiele der Welt zu qualifizieren. Wir tun im Moment alles dafür, uns fit zu machen für die EM und die WM-Qualifikation. Dann sind wir endlich auch im internationalen Zirkus, nur so können wir kurz- und mittelfristig erfolgreich werden."
Das Event wird wie immer finanziert mit der Hilfe von Sponsoren und den Beiträgen aller teilnehmenden Spielerinnen und Staff. Adler Sevens freut sich auch hier wieder über jede Unterstützung. Vielen Dank!
Einen Platz für das dreitägige Trainingscamp mit abschließenden Turnieren haben die folgenden Spielerinnen:
- Vivian Bahlmann (RK 03 Berlin)
- Andrea Beckenbach (HRK)
- Lisa Bohrmann (Aylesford Bulls)
- Jana Eisenbeiß (HRK)
- Steffi Gruber (RCR)
- Svetlana Hess (HRK)
- Anka Kirschner (RSV Göttingen 05)
- Dorothea Kleffner (RU Marburg)
- Ute Kohlheim (RCBRS)
- Lisa Kropp (HRK)
- Jenny Naruhn (RU Marburg)
- Denise Rottmann (StuSta München)
- Hannah Ruff (SCN)
- Seyma Ünlü (HRK)
Das nächste Event der Adler Sevens ist das Heineken Kinsale Sevens vom 5.-6. Mai 2012.
Knapp einen Monat vor dem Kick-Off in Hongkong treffen sich die Wallaroos zu einem Camp im Australian Institute of Sport (AIS). Das AIS ist das australische Hochleistungszentrum, in dem Top-Athleten ausgebildet und geformt werden. Der größte Erfolg der renommierten Sporthochschule bisher war die Vorbereitung der U 19 Mannschaft, die sich 2006 bei der iRB Weltmeisterschaft im Finale in Dubai gegen den Erzrivalen aus Neuseeland durchsetzen konnten.
Bevor es zum zweiten offiziellen iRB 7er-Frauenrugbyturnier geht, dem iRB Women’s Sevens Challenge Cup, durchlaufen die Spielerinnen während des viertägigen Camps in der Athletenhochburg Leistungs- und Krafttests für die finale Selektion des Teams. Darüber hinaus besteht ein großer Teil ihrer Trainingseinheiten in Kraft- und Sprinttrainings- sowie in Spielsequenzen gegeneinander und gegen lokale männliche Nachwuchsteams.
Trainer Chris Lane wird mit 20 Spielerinnen arbeiten und sie gegeneinander ins Rennen schicken, so dass er mit den 12 Besten nach Honkong reisen kann. "Wir bauen auf die professionelle Umgebung am AIS, denn es gibt noch viel zu tun, damit wir wirklich die Besten ausgewählt und zu einem Team geformt haben", so Lane. "Jedes Camp ist eine weitere Etappe für die Spielerinnen in die Nationalmannschaft, auf jedem Camp lernen sie mehr dazu. Jetzt stehen erst einmal die Tests im Vordergrund."
Das Frauenturnier wird während der HSBC Sevens World Series ausgetragen. Vier Frauenspiele werden bereits im Rahmen des Männerturniers in stattfinden. Das bedeutet eine unvergleichbar und bisher nicht da gewesene Medienaufmerksamkeit für das 7er-Frauenrugby. Das Turnier ist bereist ausverkauft - 40.000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet.
Die Wallaroos hatten ihren letzten Auftritt im vergangenen Jahr in Dubai, wo sie im Halbfinale gegen die Engländerinnen ausschieden.
Quelle: www.totalrugby.deDer australische Rugbyverband produziert einen offiziellen Werbespot mit Kapitänin Rebecca Tavo für Mädchen und Frauen-7er-Rugby.
"Sometimes, less is more. In sevens rugby it doesn´t matter who you are, it´s a game where everyone gets involved. Being fit and healthy can be as simple as having fun with your mates. Sevens rugby is fun, fast and exciting and it´s up to you to set your own limits. It´s taken me to some of the most amazing cities in the world. From the deserts of Dubai to the bright lights of Vegas. Sevens can take you anywhere. Whether you just wanna have fun with your friends or travel the world in the quest for an Olympic gold medal, sevens has something for everyone.Try sevens today!" Rebecca Tavo, Kapitänin der australischen 7er Nationalmannschaft.
Sevens can take you anywhere
Der offizielle australische Werbespot für 7er Frauenrugby.
Der international Rugby Board (iRB) hat in der vergangenen Woche den "Women´s Rugby Plan 2011-2016" auf seiner Website veröffentlicht. Den interessierten Mitgliedsländern wurde das Programm bereits im vergangenen November vorgestellt.
Der 50 Seiten umfangreiche Bericht ist der zweite, offizielle iRB Fünf-Jahresplan zur Entwicklung des Frauenrugby. Vorab erfolgt eine Aufzählung der bisherigen, positiven Zwischenergebnisse: Weltweit gibt es zwischenzeitlich 200.000 lizenzierte Spielerinnen (Mädchen und Frauen), das bedeutet einen 33-prozentigen Zuwachs seit 2006. Darüber hinaus wird Rugby in 110 der 117 iRB-Mitgliedsländern auch von Frauen betrieben, das war eines der zu erreichenden Ziele des letzten iRB-Entwicklungsplanes.
Der neue Plan geht nun einen Schritt weiter, ist wesentlich ambitionierter und fokussiert sich weniger auf interne administrative Strategien, sondern konzentriert sich auf quantitativ bestimmbare Ziele, damit die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu einem Erfolg werden können.
Das anvisierte Ziel ist, die Anzahl an lizenzierten Spielerinnen bis 2016 zu verdoppeln. Hierfür wird als "weltweites Schaufenster für das Frauenrugby" das 7er-Rugby als vorrangige Strategie zur Erreichung bestimmt. "Es ist zwingend erforderlich, dass die Ressourcen und Investitionen auf den Hochleistungsbereich 7er-Rugby der Frauen gerichtet werden, damit das Produkt 7er-Rugby bei den Olympischen Spielen höchst mögliche Qualität hat." heißt es in dem Bericht. Das Ziel für das 15er Rugby lautet, das bereits erreichte Niveau zu halten bzw. zu bestätigen. Das soll durch die kontinuierliche Förderung der Frauenrugby-Weltmeisterschaft geschehen.
Neben der Förderung von Spielerinnen werden weitere 18 Ziele und Messgrößen, wie zum Beispiel das Einbeziehen von Frauenrugby in die iRB-Aus- und Weiterbildungskurse formuliert (auch wenn es etwas verwunderlich ist, dass dies explizit erwähnt werden muss):
- Verdoppelung der Anzahl lizenzierter Spielerinnen (Mädchen und Frauen) bis 2016 auf 400.000
- Alle iRB-Mitgliedsverbände müssen bis 2015 ein Frauenförderprogramm vorweisen und umsetzen
- Offizieller, internationaler 15er Wettkampfkalender ab 2012
- Ab 2013 iRB 7er-Rugby-Weltserie für Frauen (mit mindestens 12 Kernmannschaften, die teilnehmen und mindestens vier Turnieren)
- Nachwuchs-7er-Turniere in allen Regionen sowie eine 7er-Jugendolympiade 2014
- Bis 2014 Entwicklung einer Strategie zur Realisierung: Frauenrugby als wachstumsfähiges Produkt
- Zunehmende Übertragungen von Frauenrugby-Spielen; Fernsehen und neue Medien eingeschlossen
- Offizielles, weltweites iRB Ranking ab 2012 (für 15er und 7er Rugby)
- Drastische Erhöhung der Anzahl von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Verbände und des iRB
Außerhalb der Mehrsportveranstaltungen sollen Frauenrugby-Wettkämpfe feste Bestandteile der großen Rugby-Events werden. Events wie der Nations Cup könnten als Schlüssel zum Erfolg für die Bildung einer Rugby-Elite dienen. Weiterhin müssen dem Beispiel der U-20-Meisterschaften zwischen England, USA und Kanada folgend Turniere installiert werden, die als Vorstufe für die großen Turniere dienen. Damit wird dann allen Top-Nachwuchsmannschaften die Möglichkeit geboten, sich in weltweit stattfindenden Wettkampfformen zu messen und dem steigenden Bedarf nach altersgemäßen Wettkämpfe Rechnung getragen werden.
Das Programm hat es in sich, denn mehrfach wird darauf hingewiesen, dass die Mitgliedschaft im iRB und damit eine Förderung durch den iRB künftig auch davon abhängt, ob und in welcher Form die einzelnen Verbände ihre Frauenprogramme installieren und umsetzen. In dem Papier gibt es zahlreiche Ideen und Vorschläge für die weitere Förderung und Entwickung des Frauenrugby. Werbe- und Marketingstrategien, die aufgrund von detaillierten Marktanalysen entwickelt werden, sollen dazu dienen, eventuelle finanzielle Schwierigkeiten zu bewältigen und zu überwinden.
Leider gibt das Dokument keine Hinweise darauf, welche Kosten auf die Verbände zur Umsetzung der Forderungen zukommen. Das derzeitige Investmentvolumen wird auf 5 Millionen Pfund geschätzt, die aus den Budgets einzelner Verbände generiert werden. Ein signifikanter, wenn auch nicht weiter spezifizierter Zuwachs wird erwartet. Aber der Plan sieht vor, dass das Einbinden des Frauenrugby an den Olympischen Spielen und der Sevens World Series sowohl neue Finanzierungskonzepte eröffnen als auch neue Möglichkeiten für Sponsoring schaffen und eine verstärkte Förderung durch die Nationalen Olympischen Komitees ermöglichen wird.
Zurück auf das Spielfeld. Der iRB stellt den Weg zu den Sevens Series und der Olympiaqualifikation vor. Ab nächster Saison werden mindestens vier Turniere in der Sevens Series gespielt werden. An diesen Turnieren nehmen jeweils 12 Mannschaften teil. Auch wenn dies nicht klar kommuniziert wird, so kommt beim Lesen doch heraus, dass die qualifizierten Teams im ersten Jahr noch nach ihren weltweiten Erfolgen gemessen selektiert werden. Aber nach 2013 werden die 12 besten Mannschaften der Weltmeisterschaft teilnehmen und danach sollen jährliche Qualifikationswettkämpfe stattfinden, die über Auf- und Abstieg entscheiden.
Die Hälfte der an den Olympischen Spielen teilnehmenden Mannschaften rekrutieren sich aus den regionalen Meisterschaften 2015, zum Beispiel der Europameisterschaft. Die verbleibenden sechs Mannschaften qualifizieren sich im Rahmen des weltweiten Qualifikationsprozesses. So soll gewährleistet werden, dass nur die besten 12 Mannschaften der Welt am Turnier in Rio um die Medaillen kämpfen. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass es nur die Europameister die Tickets nach Rio einlösen können. Im besten Fall könnten es die besten sieben europäischen Teams nach Brasilien schaffen, das scheint aber ziemlich unwahrscheinlich.
Der Bericht schließt mit dem sogenannten "Wettkampfmodell", einem groben Umriss von 15er Turnieren in den kommenden fünf Jahren - mit einigen Überraschungen: Die vorgeschlagene, jährlich stattfindende Meisterschaft in Asien wäre bereits ein großer Schritt nach vorne, eine jährlich stattfindende karibische Meisterschaft dagegen fehlt komplett in der Planung, das gleiche gilt für Australasien und den Pazifik. Es ist schon auffällig, dass es für die Regionen, die genau die Nationen betreffen, die auf der WM 2010 auf Platz 1 und Platz 3 belegten, nicht einmal ein Trans-Tasmanisches Turnier stattfinden soll.
Insgesamt ist der Bericht ausführlich und detailliert, trotzdem muss vieles muss zwischen den Zeilen gelesen werden. Der Plan ist gleichzeitig realistisch und ambitioniert. Wenn er erfolgreich umgesetzt werden kann, dann werden die Wettkämpfe 2016 nicht mehr viel mit dem momentanen Spiel zu tun haben. Warten wir es ab.
Hier der Link zum Originaltxt (englisch): Women´s Rugby Plan.
Quelle: www.totalrugby.deDie Adler Sevens haben es auch auf die elektronische Ausgabe der Offenbach-Post geschafft. Schon die Headline ist ein Kracher: "Adler Sevens" spielt groß auf. Wir zitieren: "Das Turnier der besten Frauen-Nationalteams in Las Vegas gewann Kanada durch einen Finalsieg gegen die USA. Beim sogenannten "Elite 7s", das ebenfalls in der Wüste Nevadas stattfand, triumphierte dagegen ein deutsches Team: Die "Adler Sevens", eine Auswahl der "German Women’s Rugby 7’s Academy", spielten groß auf und holten sich durch ein 19:7 im Endspiel gegen den an Nummer eins gesetzten Dog River Howlers RFC aus Kanada den Titel. "Wir wollen uns international Respekt verschaffen", hatte Trainerin Susanne Wiedemann vor dem Turnier im Interview auf totalrugby.de gesagt. Das ist ihrer Mannschaft eindrucksvoll gelungen."
Quelle: www.op-online.deIm Las Vegas Invitational war die Weltspitze des internationalen 7er Frauenrugby vertreten. Die Nationalteams aus Kanada, USA, Frankreich, Niederlande, Japan und Brasilien starteten beim Las Vegas Invitational. Auch das Women´s Elite 7s, das Turnier an dem die Topmannschaft der german women´s 7s rugby academy teilnahm, war stark besetzt.
Die Adler Sevens waren in Pool B als Spitzenreiter gesetzt, erwischten aber einen schlechten Start gegen die Guelph Gryphons und verpennten die erste Halbzeit komplett (21:0), die Aufholjagd in der zweiten war zwar beeinduckend, aber nicht von Erfolg gekrönt: Die kanadischen Collegemeister setzte sich knapp mit 21:19 gegen die jungen Deutschen durch. Die Penn State University kam im zweiten Spiel gar nicht zum Zug und musste sich mit 31:0 geschlagen geben. Ähnlich klar konnten sich die Adler auch gegen die Mighty Rocks, ein All-Star-Team um 7s Eagle Jenn Starkey, Dana Creager und 15er Eagle Jamie Burke, durchsetzen.
Dank der soliden Leistung am ersten Turniertag trafen die Adler am vergangenen Freitag im Viertelfinale auf Chile, die als Newcomer im 7er Rugby schon dem amtierenden Südamerikameister Brasilien ordentlich zu schaffen machten. Die schnellen Chileninnen konnten dank der kompromisslosen Verteidigung der Deutschen ihr Spiel nicht aufziehen. Endstand: Adler Sevens 22:5 Chile. Herausragend nicht nur in diesem Spiel die junge Seyma Ünlü, die die ersten beiden Versuche gegen die Südamerikanerinnen legte.
Im Halbfinale trafen die Adler auf die bis dahin ungeschlagenenen Boston Belles, die allerdings kein Gegenmittel gegen die Deutschen fanden und nur zu einem Versuch kamen. Endstand: Boston Belles 7:33 Adler Sevens.
Mit gestärktem Selbstbewusstsein dank der gelungenen Siege gingen die Adler Sevens in das härteste Spiel des Tages. Im Finale standen sie dem kanadischen All-Star Team, den Howlers, die sich im Viertelfinale mit 19:0 gegen die Guelph Gryphons und 12:0 gegen die Beavers durchgesetzt hatten, gegenüber. Die Deutschen behielten auch in diesem packenden Endspiel (Halbzeitstand 0:0) die Oberhand und gewannen dank ihrer soliden Fitness, der unheimlich guten Teamwork und des Gruppenzusammenhaltes klar mit 19:7. Damit erkämpften sich die Adler Sevens ihren ersten offiziellen Titel: Women´s Elite 7s Champion 2012.
"Damit haben wir nicht wirklich gerechnet, deswegen ist die Freude auch mindestens doppelt so groß", freut sich Kapitänin Svetlana Hess. "Wir brauchen viel mehr dieser Turniere und Wettkämpfe, damit die deutschen Spielerinnen entsprechend Erfahrung sammeln und gewappnet sind für dieses für das deutsche 7er Frauenrugby so immens wichtige Jahr. Wir brauchen die Zeit mit den Spielerinnen, um sie entsprechend ausbilden und auf diese Events vorbereiten zu können.", schließt Susanne Wiedemann, Trainerin der german women´s 7s rugby academy und Nationaltrainerin der deutschen 7er Frauennationalmannschaft. "Die Entwicklung des 7er Rugby ist rasant. Wenn wir mithalten wollen, dann müssen wir hier dringend am Ball bleiben. Vielen Dank an all unsere Helfer und Unterstützerinnen, die dieses Event und diesen Erfolg möglich gemacht haben."
Quelle: www.totalrugby.de
Ally, Leni, Hannah und Sveti
Annalena Ahring (Leni)
Lebt in: Leipzig
Likes: Sonne, Rugby, Bücher
Beruf: Bibliothekarin (Musik)
Status Update: „Las Vegas
women´s Elite 7´s Champions 2012: Adler
Sevens”
Positionen: 1, 2, 3
Hört vor den Spielen: Black Eyed
Peace – I gotta feeling
Unverzichtbares Küchengerät
Wasserkocher
Zweitlieblingssportart: Ultimate Frisbee
Filmheld: James Bond, Chris Kahill
5 Uhr morgens: „Hey wo ist eigentlich
Leni?” „Die ist hinten im begehbaren Kleiderschrank
und liest!”
Hannah Ruff
Lebt in: Heidelberg
Likes: Essen, schlafen, Sport
Beruf: Physiotherapeutin, Studentin
Status Update: „Las Vegas
women´s Elite 7´s Champions 2012: Adler
Sevens”
Positionen: 2, 4
Hört vor den Spielen: Eminem – Lose Yourself
Unverzichtbares Küchengerät
Stabmixer
Zweitlieblingssportart: Handball
Filmheld: Han Solo
Physio zu Hannah: „Dein Finger ist gebrochen”
„Hahaha, ein Tape reicht fürs erste.”
Svetlana Heß (Sveti)
Lebt in: Heidelberg
Likes: Sport, Sonne, Urlaub
Beruf: Sportsoldatin, Studentin
Status Update: „Las Vegas
women´s Elite 7´s Champions 2012: Adler
Sevens”
Positionen: 1, 3, 6
Hört vor den Spielen: Eminem – Lose Yourself
Zweitlieblingssportart: Cross Fit
Filmheld: Gibts keinen
Sveti zu Lary: „ Ey Lary, die Physio kommt auch aus
Kebap!“ (kam aber aus Quebec)
Alysha Stone (Ally)
Lebt in: Goldcoast, Australien
Likes: Sport, Meer, Dance ´n Music
Beruf: Studentin
Status Update: „Las Vegas
women´s Elite 7´s Champions 2012: Adler
Sevens”
Positionen: 1, 3, 6, 7
Zweitlieblingssportart: Rugby
Rugbyheld: Kristy Giteau
Die Startaufstellung gegen die quirrligen Südamerikanerinnen
- Alysha Stone
- Jenny Naruhn
- Svetlana Hess
- Seyma Ünlü
- Lisa Kropp
- Jana Eisenbeiß
- Steffi Gruber
Die Chileninnen konnten sich bei den Pan America Games gegen ihren Dauerrivalen Brasilien durchsetzen. In Las Vegas liegen sie nur knapp hinter den Adler Sevens.
... but we’re ready to give it our all!
Seyma, Julia und Laryssa
Seyma, die Schlaftablette
Ein Rezept für eine perfekte Seyma: Man nehme: 18 junge Jahre, 1 dicke Ladung Sportsoldatin, 1 Prise Börek (türkische Feinkost), 2 Liter Sprüche auf Lager, 10 Jahre Rugbyerfahrung, die auf Positionen 1, 2, 3, 4 ausgefüllt werden, 1 Esslöffel Drang nach vorne, 500 ml immer sitzende Täcklings
Seyma schläft gerne bei ihrer türkischen Version von „Rain over me“ ein. O-Töne :
Jana „Wir spielen frühestens um 9.20.“
Seyma „Ich hoffe wir dürfen bald schlafen gehen!“ (18.43 Uhr)
Seyma „Oh yeah jackpot dann können wir länger schlafen.“
Lisa B. „Wie weckt man Seyma auf?“
Diese Tablette sollte nun aus 100% Verlass bestehen.
Laryssa der Energy-shot
Ein Rezept für eine perfekte Laryssa:
Man nehme: 18 junge Jahre, 13 Jahre erfolgreiche Schullaufbahn,1 Schale mit Liebe zubereitete Guacamole, 1 Messerspitze Hüftschwung, 10 Jahre Rugbyerfahrung, die auf Positionen 6 und 7 ausgeführt werden, 5 Teelöffel blitzschnelle Sprints, 250 ml Durchsetzungsvermögen
Laryssa’s hips don’t lie.
Diese Flüssigkeit sollte sie nun zu 100% unterstützen.
Julia die Heilpraktikerin
Man nehme: 18 junge Jahre, 13 Jahre erfolgreiche Schullaufbahn, knackige 4 Jahre Rugbyerfahrung, 1 Prise gute Laune, 1 Tupperbox voll Gemüse, 1000kg Äpfel, 350ml harte Tackles, 1 Schale Kampfgeist
An Apple a day, keeps the doctor away.
Diese Methode sollte sie bei ihrem Abbau von Giften nicht im Stich lassen.
Die Ergebnisse der Adler Sevens am ersten Spieltag,
Donnerstag, 9. Februar 2012 in
Las Vegas
- Adler Sevens 19-21 Guelph Gryphons
- Adler Sevens 31-0 Penn State University
- Adler Sevens 24-5 The Mighty Rucks
Das Turnierauftaktspiel gegen die kanadischen Universitätsmeister starten:
- Alysha Stone
- Jenny Naruhn
- Svetlana Hess
- Seyma Ünlü
- Lisa Kropp
- Jana Eisenbeiß
- Laryssa Stone
Die Guelph Gryphons bereiteten sich zuletzt mit den kanadischen Nationalteams vor.
Lisa Bohrmann und Steffi Gruber
Lisa und Steffi
Steffi gehört zum Kader der 7er Frauen, und wird sich in Zukunft noch einiges zutrauen. Das Ziel ist es weit oben zu bestehen, und nicht wieder rückwärts zu gehen. Deshalb trainiert sie hart jeden Tag auch wenn sie mal überhaupt nicht mag. Kräftig ist sie und super schnell und gewinnt so meist jedes Duell. Kaum einer ist schneller als sie, deshalb spielt sie auch für die academy. Geld investiert sie viel sowie auch Zeit, doch was niemals aufkommt bei ihr ist Neid. Die meisten kennen sie jedoch nicht richtig, dies ist jedoch für sie völlig nichtig. Turnen ist ihre große Leidenschaft, und verleiht ihr auch so manche Kraft. Steffi ist von Grund auf heiter, und geht so ihren Weg immer weiter. Wer oder was da kommt ist ihr egal, sie besiegt es im Training ganz legal. Ruhig wirkt sie und auch bescheiden, dies macht sie sich meist zu ihrem eigen. Freundlich und offen ist sie jedem gegenüber, bei Rückstossen steht sie gut drüber. In Wirklichkeit passt es ihr so gar nicht, doch sie schaltet schnell um zur positiven Sicht. Ihre Stärke auf dem Spiel ist ihre Schnelligkeit, denn diese verschafft uns allen sehr viel Zeit. Rottweil heißt ihr Heimatverein, dieser ist leider relativ klein. Das machte es für sie nicht sehr leicht, doch nun kaum einer ihr das Wasser reicht. Der Schritt für sie war größer als für manche andern, die Hürden größer zum überwandern. Doch wir sehen es ist möglich und machbar, auch wenn der Weg nicht ist einfach und klar. Nehmt euch ein Beispiel und kämpft für euer Ziel, das ist wichtig und nur so erreichen wir viel.
Ich habe Lisa Bohrmann das erste Mal beim Camp in Rottweil kennen gelernt. Dort erkannte ich sofort ihre gute Technik bei den Tackels und bekam sie auch selbst zu spüren. Auch ihre Pässe waren stark und ich dachte mir: „So gut will ich auch mal werden.“ Bei den nächsten Camps haben wir uns immer besser kennen gelernt und ich habe schnell gemerkt, dass Lisa eine sehr hilfsbereite Spielerin ist, die auch gerne schwächere Spielerinnen unterstützt und sich nicht zu Schade ist auch mit diesen zu trainieren. Neben ihren harten Tackels und guten Pässen hat sie eine Spielübersicht, die bemerkenswert ist, deshalb kann man sie auch auf fast jeder Position einsetzen. Zudem kommt, dass sie nie aufgibt, sondern immer bis zum Schluss kämpft. Im Camp in Bari hatten wir dann die Chance uns näher kennen zu lernen und ich habe erfahren, dass sie eine sehr gute Sängerin ist. Zudem hat sie bei jedem Problem ein offenes Ohr und findet auch immer eine Lösung. Jedes weitere Camp mit Lisa brachte viel Spass und schlussendlich auch eine gute Freundschaft. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Lisa nicht nur eine bemerkenswerte Rugbyspielerin ist, sondern auch eine sehr hilfsbereite und offene Person.
Zwei weitere Spielerinnen stellen sich vor
Doro und Jana
| Dorothee Kleffner | Name | Jana Eisenbeiß |
|---|---|---|
| 29 | Alter | 24 |
| RU Marburg | Verein | Heidelberger RK |
| Produktmanagerin | Beruf/Studium | Rechtsreferendarin |
| Abenteuerlustig | Ich bin... | Chaotisch |
| Reisen, Tauchen, das übliche | Andere Interessen | Kochen |
| Voller Körpereinsatz und Teamgeist | Rugby weil... | Es meinen Ehrgeiz geweckt hat |
| 6,7 | Position im 7s | 5,6,7 |
| Groß, kommerziell, spannend | Eindruck von Las Vegas | Künstlich, trist, beeindruckend |
| Kaffee | Süchtig nach... | Schuhen |
| Süß | Süß oder salzig ... | Salzig |
| Klein | Beim Müsli: Kleiner oder großer Löffel... | Klein |
| Entdecken | Im Urlaub: Entdecken oder Entspannen... | Entdecken |
| Hund | Katze oder Hund | Ein verschmuster Hund |
Spielplan der Adler Sevens am Donnerstag, 9. Februar 2012 in Las Vegas
- 08:00 Adler Sevens - Guelph Gryphons
- 10:40 Adler Sevens - Penn State University
- 13:20 Adler Sevens - The Mighty Rucks
In Las Vegas sind die beiden Spielerinnen Lisa Kropp und Jenny Naruhn im sogenannten "Prinzessinnen-Zimmer" untergebracht. Das ist keine Anspielung auf ihre Persönlichkeit, sondern hat eher mit der pompösen Zimmereinrichtung zu tun.
Lisa und Jenny
3 Schlagworte: Das sagt die eine über die andere
Jenny über Lisa: irre wendig, geiler Kicker, eher der ruhige
Typ
Lisa über Jenny: reaktionsschnell, unkompliziert,
Konsolenspezialist
Das sind unsere gemeinsamen Ziele:
Ganz klar: Olympia 2016 in Rio, aber natürlich wollen wir auch
eine gute EM spielen, grade im Hinblick auf die WM-Qualifikation
Trotz eurer unterschiedlichen Größe seid
ihr beide erfolgreiche Rugbyspielerinnen. Was ist der Vorteil
groß bzw. klein zu sein?
Lisa: Als große Spielerin verschafft man sich oft schnell
Respekt. Wird aber trotzdem auch unterschätzt, was
Schnelligkeit und Wendigkeit angeht.
Jenny: Wenn man klein ist, wird man oft für schwächer
gehalten, als man eigentlich ist. Für Gegner ist man oft
schwer zu tackeln, weil die Beine so kurz sind.
3 Fragen an Jenny:
Wie kamst du zum Rugby?
Durch ein Austauschjahr in Neuseeland über die Schule. Damals
hab ich ein paar Spiele gespielt, ohne zu wissen, was ich eigentlich
tue. Aber es hat da schon total Spaß gemacht. Richtig
angefangen hab ich dann erst 2004 im Studium.
Wer ist dein Lieblingssuperheld und warum?
Atom-Ameise - weil wir ungefähr gleich groß sind
.... und gleich stark!
Hast du schon mal überlegt zu den anderen 4 Sportsoldaten nach
Heidelberg zu ziehen?
Klar, allerdings hab ich meine eigene kleine Familie und Mannschaft in
Marburg. Wir gewinnen zwar nicht so oft, wie der HRK, schlagen uns aber
gut. Ich werde in Spielen viel mehr gefordert, da bei uns nicht so
viele Nationalspielerinnen auf dem Feld stehen. Außerdem
reden die in Heidelberg so komisch!
3 Fragen an Lisa:
7er rockt weil:
es schnell, athletisch und dynamisch ist und dadurch, nicht nur,
attraktiv für Zuschauer. Hochspannung von Minute 1 bis 14! Die
Stimmung auf dem Platz und am Spielfeldrand ist einmalig.
Welche 3 Dinge würdest du unbedingt mit auf eine einsame Insel
nehmen?
Zahnbürste, Rugbyball, Musik
Wenn du mit einer Person deiner Wahl einen Tag lang tauschen
könntest, wer wäre das?
50 Cent - einen Tag lang mal so richtig cool sein, man!
Die Adler Sevens ist die Topmannschaft der german women´s 7s rugby academy.
Die Spielerinnen der academy werden im Rahmen von Camps und Maßnahmen speziell für das 7er-Rugby ausgebildet und für Auftritte auf dem nationalen und internationalen 7er-Parkett vorbereitet.
Einen Platz für das einwöchige Trainingscamp mit abschließendem Turnier im Women´s Elite 7s Turnier im Rahmen der Las Vegas 7s 2012 haben die folgenden Spielerinnen
- Annalena Aring
- Lisa Bohrmann
- Jana Eisenbeiß
- Steffi Gruber
- Svetlana Hess
- Dorothee Kleffner
- Lisa Kropp
- Jenny Naruhn
- Julia Peters
- Hannah Ruff
- Alysha Stone
- Laryssa Stone
- Seyma Ünlü
- Iris Pfeiffer
- Susanne Wiedemann
- Werner Cromm
- Anthony Spinney
Im Women´s Elite´s 7s Turnier wird in drei Pools à vier Mannschaften gespielt. Die Adler Sevens sind das Topteam im Pool B und bestreiten das Auftaktspiel des Turnier.
Die Pools| Pool A | Pool B | Pool C |
|---|---|---|
| Dog River Howlers RFC | Adler Sevens | Chile |
| Lady Raiders RC | The Mighty Rucks | EPA Razorbacks |
| Boston Belles Rugby Club | Guelph Gryphons | Provo Lady Steelers |
| Raleigh Venom | Penn State University | Beavers |
Die Favoriten des Turniers sind die an No. 1 in Pool A gesetzten, kanadischen Dog River Howlers RFC. Der Clubs nimmt in Las Vegas mit zwei Frauen-, zwei Herren und einem Jugendteam an den Turnieren teil. Die Howlers beeindruckten Ende letzten Jahres bei den Cancun 7s in Mexiko und den Havanna 7s auf Kuba, bei denen auch die Herren 7er-Auswahl Niedersachens auflief.
Die chilenische Nationalmannschaft (Pool C) startet gut vorbereitet in das Turnier. Ende letzten Jahres konnte das Team Südamerikameister Brasilien schlagen und erkämpften sich als Neuling einen respektablen dritten Platz bei den Pan-America Games im vergangenen Jahr.
Die Boston Belles beendeten die USA 7er Meisterschaft mit Platz 2 und sind sicherlich gefährlich. Der Boston Belles Rugby Club ist hoch professionell organisiert. Dort wird ausschließlich 7er-Rugby gespielt, der Club ist darüber hinaus der einzige, der Spielerinnen aus allen Regionen der USA zusammen zieht und sie ausschließlich 7er-spezifisch ausbildet.
Für das internationale Dreamteam, die Beavers, zusammengestellt von Andy Ireland, Trainer der Toronto Saracens, starten Spielerinnen aus Europa und USA. So zum Beispiel Meg Williams von den London Saracens oder Desiree Emery vom Richmond RFC.
Und noch ein kanadisches Hammerteam ist mit dabei: Die Guelph Gryphons. Als Sieger der kanadischen Universitätsmeisterschaft im vergangenen Jahr sind sie der heimliche Favorit der Gruppe.
The Mighty Rucks. Im Sahnehäubchenteam spielt US Star und Ex-Eagle Jennifer Starkey, vorbereitet haben sich die Spielerinnen u.a. mit US-Legende Phaidra Knight. Damit dürfte klar sein, dass es der Mannschaft weder an Schnelligkeit noch an Duchrsetzungsvermögen mangelt.
Der spanische Rugbyverband hat die Niederländerinnen zu dem Dreitagescamp in der kommenden Woche eingeladen, um sich gemeinsam auf den ersten Wettkampf 2012 in Las Vegas vorzubereiten. Insgesamt achtmal wollen die beiden Teams in kleiner Turnierform gegeneinander antreten.
Holland spielt im modernen 7er Frauenrugbyzirkus eine echte Vorreiterrolle. Der Olympiaplan unserer Nachbarn beinhaltet nicht nur die Professionalisierung der Spielerinnen, sondern realisiert im Rahmen des Förderprogrammes von Olympic Solidarity einen Lehrgang mit Ben Ryan, dem Head Coach der englischen 7er Männernationalmannschaft. Insgesamt 14 Spielerinnen sind bereits unter Vertrag. Da kann locker man verkraften, wenn Starspielerin Kelly van Harskamp sowohl Las Vegas als auch Hong Kong auslässt, weil sie für drei Monate reichlich praktische Erfahrung in Neuseeland sammeln wird.
So sieht das jedenfalls Cheftrainer Gareth Gilbert: "Na klar ist es schade, dass wir zu Beginn auf eine Spielerin von dem Kaliber verzichten müssen. Aber unser Team ist groß und die Spielerinnen sind sehr gut ausgebildet. Die anderen warten sozusagen geradezu darauf, sich im WM-Qualifikationsjahr einen Stammplatz im Team zu erkämpfen. Wir haben ein paar tolle Talente und ich bin sicher, dass wir für die großen Nationen eine schwer zu knackende Nuss sein werden."
Besonders begeistert ist Gilbert von der Aussicht, mit Ben Ryan zusammen zu arbeiten. "Es ist einfach klasse und aufregend für unser Programm, dass wir einen der besten 7er Trainer der Welt dafür gewinnen konnten, uns auf dem Weg vom Amateur- zum Profisport zu beraten und zu begleiten. Wir arbeiten jetzt seit vier Monaten auf professioneller Ebene und schon jetzt haben wir riesige Fortschritte gemacht, auch wenn es natürlich immer noch genug zu verbessern gibt. Ben wird insgesamt viermal zu uns kommen und einen ganz genauen Blick auf unsere Spielerinnen, unsere Struktur und vor allem unser Programm werfen. Auf seine Einschätzung und sein Monitoring freue ich mich ganz besonders. Möglich gemacht haben diese Kooperation unser Olympisches Kommitee und der International Rugby Board, der uns hier wirklich großartig unterstützt."
Quelle: www.totalrugby.deSean Horan soll es richten und die Neuseeländerinnen so vorbereiten, dass sie sich im kommenden Jahr auch die 7er Krone in Moskau aufsetzen werden. "Wir starten jetzt mit unseren 7er-Programm praktisch auf der grünen Wiese. Das ist aufregend und spannend zugleich", so Horan in seinem ersten offiziellen Interview.
Seit der Pro-Olympia-Entscheidung haben die Kiwis die Hebel in Richtung Olympiaqualifikation gesetzt und sowohl für die Männer als auch für die Frauen ein Programm erarbeitet, das zu Goldmedaillen führen soll. “Mit den Black Ferns hat Neuseeland bewiesen, dass es reihenweise Rugbytalente gibt und ich bin stolz und glücklich darüber, dass ich meinen Teil dazu beisteuern kann, dass Neuseeland sich für die Olympischen Spiele in Rio fit macht", berichtet der Vollzeittrainer weiter. Finanziert wird die hauptamtliche Stelle von Sport & Recreation New Zealand. Zusammen mit 14 regionalen Siebenertrainern wird Horan nun sein Programm in die Olympischen Frauenkampagnen integrieren.
Quelle: www.totalrugby.deBeim ersten Turnier der F.I.R.A. aer treffen die deutschen Frauen gleich auf die Hammermannschaften aus Holland und Spanien. Gleich zum Auftakt gehts gegen die Profis aus den Niederlande. Wie stark der Aufsteiger Ukraine ist bleibt abzuwarten. Da man aber in der Ukraine nichts dem Zufall überlässt und das Förderprogramm der Frauen seit knapp einem Jahr intensiviert hat, darf man sicher sein, dass hier bestens ausgebildete Spielerinnen einen festen Platz in der Top 12 erkämpfen wollen.
Spieltag 1 in Amsterdam am 16. Juni 2012
Niederlande - Deutschland
Deutschland - Ukraine
Spanien - Deutschland
Deutschland - Moldavien
Spieltag 2 in Amsterdam am 17. Juni 2012Portugal - Deutschland
Dieses erste Turnier entschiedet über das Ranking im zweiten European Women´s 7s Seven Series (EWSS), das vom 29. Juni - 1. August 2012 in Moskau stattfinden wird. Dort geht es dann um die Fahrkarten zur Weltmeisterschaft 2013, ebenfalls in Moskau.
Das Team Adler Sevens startet beim Las Vegas Invitational vom 9.-12 Februar 2012. Im Women´s Elite 7s Turnier treten die Deutschen gegen starke Teams aus den USA und Kanada, Australien an. Darunter die Dog River Howlers, das Nachwuchsteam aus Kanada, die zuletzt in Kuba Schlagzeilen machten.
Women´s Elite 7s
- Dog River Howlers RFC
- Kalihi Raiders Rugby Club
- Boston Belles Rugby Sevens Club
- Beavers
- Guelph Gryphons
- The Mighty Rucks
- Adler Sevens
- Chile
- Raleigh Venoms
- East Palo Alto Lady Razorbacks
- Provo Lady Steelers
- Penn State University
Mandy Marchak hat erst spät mit Rugby angefangen. Mit 17 Jahren, um genau zu sein. Inzwischen ist sie 27 Jahre alt und kann auf eine Reihe großer Erfolge zurück blicken. Zuletzt führte sie die kanadische 7er Nationalmannschaft als Kapitänin zu drei Titeln. In dieser Saison ist die Ausnahmeathletin bei den Saracens (England) unter Vertrag.
Rugby liegt eigentlich in ihrer Familie, denn sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater haben Rugby in ihrer Jugend gespielt. Warum sie dann doch erst relativ spät dazu kam, ist ihr selbst ein kleines Rätsel. "Rugby", so sagt sie selbst "passt zu mir wie die Faust aufs Auge."
“Ich hatte so ziemlich jeden Sport ausprobiert bis ich endlich beim Rugby gelandet bin. Weil ich schon immer eine ganz robuste Athletin war und ich am Anfang so gar keine Ahnung hatte, war für mich das besonders reizvolle, mit dem Ball viel zu laufen und richtig in Kontakt zu gehen - einfach so, aus Spaß, ohne große Struktur oder System. Erst auf der Uni wurde aus dem Spaß dann richtig ernst."
Eigentlich klar, dass Marchak auch den Kanadischen Talentsichtern auffiel und zu einem U 23 Camp eingeladen wurde. Die Nominierung in die kanadische Nationalmannschaft kam bereits 2006, als Mandy - zumindest für sie überraschend - auf der Frankreichtour mit dabei war zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2006. "Die Tour," so Marchak "hat mir die Augen geöffnet und erst dort habe die eigentliche Komplexität des Spiels und die Härte kennen gelernt."
Mandy ist Kapitänin der 7er Nationalmannschaft. Mit Head Coach John Tait gewann ihr Team drei der großen 7er Turniere: Hong Kong, Las Vegas und Amsterdam. "John ist ein klasse Trainer. Er hat sich viel Zeit genommen für strukturelle Änderungen." Das 7er Förderprogramm ist noch nicht endgültig abgeschlossen und genehmigt. "Auch wir werden mit professionellen Strukturen die anstehenden Aufgaben angehen und dafür sorgen, dass es mehr professionelle Spielerinnen im 7er Rugby geben wird. Wir haben allerdings in beiden Sportspielen weltklasse Mannschaften. Daher besteht die ganz besondere Herausforderung darin, die Spielerinnen beider Sportspiele gleichberechtigt und in gleicher Qualität auszubilden. Kleine Rugbynationen wie China und Russland beispielsweise können sich fast ausschließlich auf den 7er-Bereich konzentrieren. Das ist sicherlich ein großer Vorteil."
Mara Moberg ist Kapitänin des niederländischen 7er-Teams und eine der Profispielerinnen des Nederlandse Rugby Bond (NRB). Seit Kurzem trainiert sie zusammen mit den anderen Profis im National Training Centre in Amsterdam.
Die Niederlande haben seit September die erste reine Profimannschaft. Man höre und staune: Frauenprofimannschaft. Damit sind zumindest für unsere Nachbarn die besten Voraussetzungen geschaffen, sich für die Olympischen Spiele in Rio zu qualifizieren. Es scheint nur natürlich, unter diesen Voraussetzungen mit einem Platz auf dem Treppchen zu liebäugeln. Auf der Agenda der Mannschaft, die in Bukarest den dritten Platz belegte, stehen in diesem Sportjahr die Teilnahme insgesamt zehn Turnieren, die als erste Vorbereitung auf eine Medaille in Rio dienen sollen.
Die groß gewachsene Moberg erinnert sich gern an ihren ersten Einsatz für die Niederlande. Ihr Debüt hatte sie mit nur 18 Jahren in einem Testmatch gegen Belgien. Wie die meisten Spielerinnen begann auch sie im 15er Rugby. “Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie aufgeregt und nervös ich war, für die Niederlande spielen zu dürfen. Neben mir standen so viele Spielerinnen, die seit Jahren das orangene Trikot trugen und so viel mehr Erfahrung hatten als ich. Als wir das Spiel gewonnen hatten, ging ich mit einem zufriedenen Lächeln vom Platz. Schließlich war ich die jüngste Spielerin im Team. Ich fand es richtig klasse, für mein Land gespielt zu haben.”, schwärmt die sypmathische Moberg.
Nur vier Monate später war sie dann auch nominiert
für die
Europameisterschaft (2004), zwei weitere Jahre später
wechselte sie dann die Mannschaft: 7er Rugby lautete die neue
Herausforderung. “Meinen ersten
Einsatz im 7er-Trikot feierte ich 2006 auf der EM in Frankreich. Wir
hatten ein echt starkes Team und mir hat 7er von Anfang an
großen Spaß gebracht.”
Seit ein paar Monaten ist Mara nun eine der ersten Rugbyvollprofis des niederländischen 7er Programmes und sie ist noch immer gleichermaßen überrascht und begeistert. “Davon habe ich immer geträumt. Auch wenn ich nie gedacht hätte, dass dieser Traum einmal Wirklichkeit werden würde. Wir sind eine ziemlich gute und starke Truppe und werden von sehr guten Trainern betreut. Auch die Physios und Ärzte sind spitze, genauso die Strength and Conditioning Coaches. Jede Profispielerin lebt zwischenzeitlich in der Nähe des Trainingszentrums in Amsterdam. Die eine oder andere von uns hat noch einen Nebenjob, darunter leidet das Training aber nicht. Im Gegenteil, wir wissen alle, dass sich uns hier eine einmalige Chance bietet. Wir konzentrieren uns nun ausschließlich auf unsere 7er-Rugbykarriere. Ich bin sehr stolz darauf, Teil des Programms zu sein."
Ein typischer Arbeitstag von Mara sieht so aus: “Ich stehe gegen 6 Uhr morgens auf, frühstücke und fahre dann mit dem Rad ins Trainingszentrum. In den vergangenen Wochen haben wir vorrangig an unserer Lauf- und Sprinttechnik gearbeitet, individuelle Skills verbessert und individuelles Krafttraining absolviert. Wir trainieren bis 9.30 Uhr, dann radle ich zurück nach Hause und ruhe mich aus oder lerne. Ich studiere Sozialarbeit und bin im letzten Jahr. Ein bisschen Ablenkung zum Training und zu Rugby tut manchmal ganz gut. Um 16.30 Uhr trainieren wir wieder bis gegen 18.30 Uhr. Wenn ich dann nach Hause komme, hat mein Freund mir meistens etwas Leckeres gekocht. Wir trainieren sechs Tage pro Woche, haben am Sonntag frei. Da treffe ich mich meistens mit meiner Familie oder chille mit Freunden."
Moberg wird in den kommenden Monaten viel mit ihrer Mannschaft unterwegs sein. Dass sie das eine oder andere Turnier gewinnen wollen, ist für sie selbstverständlich: “Letztes Jahr haben wir an den drei Top-Turnieren in Las Vegas, Hong Kong und Amsterdam teilgenommen. Was uns noch fehlt, ist ein Sieg. Den brauchen wir unbedingt und um dieses Ziel zu erreichen, tun wir alles und trainieren sehr hart. Wir wollen uns verbessern und der Rugbywelt zeigen, wie gut wir wirklich sind. Dafür haben wir unser ganzes Leben umgestellt und nun gibt es für uns nur noch eins: Wir wollen die Besten sein!"
Der International Rugby Board (iRB) schreibt Geschichte. Das erste offizielle iRB-7er-Frauenturnier wird im Dezember im Rahmen der Dubai 7s ausgetragen. Damit schafft der iRB den längst erwarteten Start in eine weltweite Wettkampfserie. Auf der Teilnehmerliste stehen neben den amtierenden Weltmeisterinnen aus Australien die Mannschaft aus Süd Afrika, die Eagles (die amerikanische Nationalmannschaft), Kanada, England, Brasilien, China und Spanien. Das Turnier findet zeitgleich mit der Sevens World Series der Männer in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Das Halbfinale und das Finale der Frauen werden auf dem Hauptfeld im Stadion ausgetragen.
Der iRB schafft mit dem Women´s Sevens Challenge Cup in Dubai den ersten internationalen Wettkampf außerhalb der Weltmeisterschaft. Die teilnehmenden Nationen setzen klare Zeichen in Richtung Olympia. Damit ist der erster Schritt in Richtung Hochleistungssport auch für Frauen in der olympischen Disziplin getan. Die Turniere in Las Vegas und Hong Kong werden bereits als Folgeturniere gehandelt.
"Seit der historischen Entscheidung des Internationalen Olympische Komitees (IOC), 7er Rugby in den Olympischen Kanon aufzunehmen, hat auch der iRB daran gearbeitet, eine Wettkampfserie für Frauen ins Leben zu rufen. Das Turnier in Dubai ist der erste Schritt in Richtung einer weltweiten Wettkampfserie", so iRB Präsident Bernard Lapasset.
Wachstumschance Frauenrugby
Die größte Herausforderung dabei scheint erst einmal gar nicht auf der sportlichen Seite zu stehen. Erst einmal gilt es, Regierungen davon zu überzeugen, die Mittel bereit zu stellen und den entsprechenden Rahmen dafür zu schaffen, damit entsprechend gefördert werden kann. Je besser das Konzept, desto größer die Chancen auf Erfolg. Nicht nur beim Erkämpfen von Titeln oder olympischen Medaillen, die es noch zu erringen gilt, sondern vor allem auch beim Zuwachs an Sportlerinnen.
Nirgendwo scheint das offensichtlicher zu sein als in Asien. Dort sind es vor allem Frauen, die seit der Pro-Olympiaentscheidung zum 7er-Rugby drängen. In Hongkong und Singapur sind zwischenzeitlich über 30 % der Rugbyspielenden Frauen. In China ist das Frauenrugby ebenfalls auf steilem Wachstumskurs.
Marc Egan, verantwortlich für das Ressort Leistungssport und Weiterentwicklung im iRB, ist überzeugt, dass im Frauenrugby das größere Entwicklungspotential steckt, denn dort gibt es seiner Meinung nach die größeren Wachstumschancen. "Das Spiel an sich birgt noch viel mehr Möglichkeiten als das der Männer, es ist einfach noch nicht so weit entwickelt. Unsere Chance, die 4 Millionen Mitgliedermarke zu erreichen, liegt meiner Meinung nach klar im Frauenrugby."











